Ehemalige Reichsgrafschaft

Geformt aus den Gletschern der letzten Eiszeit präsentiert sich das „Haager Land“ 50 km von München entfernt mit hügeliger, bewegter Landschaft. Inmitten thront der Markt Haag i. OB mit seinem Wahrzeichen, dem Schlossturm der ehemaligen Burg Haag. Mit 43 Metern ist der ehemalige Wohnturm von weitem sichtbar und ein imposanter Zeuge der einst großen Burganlage, die vermutlich ab dem12. Jahrhundert erbaut und in der Säkularisation stückweise abgetragen wurde. Das letzte Stockwerk verfügt über Ecktürmchen aus dem 15. Jahrhundert. Im Barock wurde der Burggraben als Tiergarten genutzt, der ebenso wie die große Freitreppe von 1748 und die Löwenbrücke erhalten ist.
Die Neugestaltung des Schlosshofes ist ein wichtiges Anliegen der Marktgemeinde, beispielsweise für kulturelle Veranstaltungen. Hier arbeitet die Marktgemeinde auch mit Fichter's Kulturladen zusammen, einem Kulturbetrieb mit Gastronomie, der sich gegen das Wirtshaussterben und für Kultur auf dem Land einsetzt.

Haag i. OB

Renaissance der Kinokultur

Eduard Ederer, ein Mechaniker, Erfindergeist und Cineast gründete 1939 die Filmtheater Haager Lichtspiele, die ihre Blütezeit in den Nachkriegsjahren erlebte. Heute sind davon nur noch Erinnerungen und zwei Vorführmaschinen übrig geblieben, eine davon befindet sich im Düsseldorfer Filmmuseum. Im ehemaligen Gebäude hat sich das Jugendzentrum angesiedelt und dort macht im Herbst der NEUE HEIMATFILM UNTERWEGS mit dem mobilen Kinowagen des UTOPIA Kinos aus Wasserburg Station. Doch die Planungen für einen neuen Kinobetrieb im ehemaligen Zehentstadel nehmen zunehmend Gestalt an, so dass auch in der Marktgemeinde Haag i. OB bald die Kinokultur wieder Einzug halten kann. Vielleicht schon im April 2021 mit der BIENNALE BAVARIA INTERNATIONAL?