Schirmherr Jean Asselborn

Außenminister Luxemburg, Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten,
Minister für Immigration und Asyl

Gerne habe ich die Schirmherrschaft für dieses besondere Festival übernommen.
Ich bedanke mich, dass dieses für alle Menschen wichtige Thema „Heimat“ im Mittelpunkt eines Filmfestivals steht. Die bewegten Bilder zeigen besonders auf, wie vielfältig und unterschiedlich Heimatempfinden sein kann.

Unsere Aufgabe in Europa ist es, diese Vielfalt anzunehmen und in Gemeinsamkeit zu leben, ohne dass die regionalen Besonderheiten verloren gehen. Dies gilt für die Länder Europas wie für jeden einzelnen in seinem alltäglichen Leben. Nicht Egoismus bringt uns Lebensqualität,
sondern Gemeinsamkeit. Dazu gehört auch ein offener Dialog und Meinungsaustausch.

Filme verdeutlichen Lebenssituationen und erleichtern den Einblick in fremde Gefühlswelten. Meinungsaustausch, Verständnis und Toleranz schaffen Gemeinsamkeit, Gemeinsamkeit schaft Heimat – regional vor Ort und in Europa.

„Heimat ist da, wo der Außenminister nur selten ist.“
- Jean Asselborn, Außenminister Luxemburg

Schirmherrin Ilse Aigner

Präsidentin des Bayerischen Landtags

Der leider viel zu früh verstorbene Journalist Herbert Riehl-Heyse stammte aus der Region - aus Altötting. Er hat wiederholt betont, wie wichtig es ist, dass die Menschen morgens über das sprechen, was sie am Vorabend im Fernsehen gesehen haben. Ebenso wichtig ist es, über die Filme zu sprechen, die sie gesehen haben - und beim Festival des Neuen Heimatfilms sehen werden.

Während der Heimatilm der Fünfzigerjahre von Vergangenheitsbeschönigung geprägt war, steht die Biennale Bavaria International für einen neuen Heimatilm, der nicht auf betuliche Biederkeit oder kitschige Folklore setzt, sondern ein realistisches Bild von Heimat zeichnet und dazu auffordert, sie bewusst wahrzunehmen und mitzugestalten. Das wird auch Thema in Schulen sein, was ein großes Plus ist. Denn Heimat ist etwas individuell Gefühltes,
das im Heranwachsen entsteht, viele Facetten hat und auch Verständnis für die Heimat anderer entwickelt.

Niemand beginnt hier ganz neu. Jeder kann an etwas anknüpfen: an eine Tradition, an einen Brauch, an etwas Bewährtes. Das ist auch in Ordnung. Denn Bestand und Bewahrung
sind nichts Verächtliches, wenn sie mit Weltoffenheit und Veränderungsbereitschaf einhergehen.

Dafür steht die Biennale Bavaria International, der ich einen gelingenden Start und einen langen Bestand wünsche.

„Zu wissen, wo man hingehört - das ist für mich Heimat. Meine Heimat ist Bayern, dessen Brauchtum und Modernität überall in der Welt ein Begriff" ist, aber bei uns gelebt wird – in vielen Facetten eines Ganzen.“ - Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags